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Diese Reise ist nachhaltig und ökologisch

Der Ort, nach dem du immer gesucht hast, ist der Platz, von dem du bereits die ganze Zeit schaust. (Franz von Assisi)

Reisen weitet den Horizont, hilft die Perspektive zu wechseln und die Dinge in einem anderen Licht zu sehen. Beim Reisen verläßt du deine Komfortzone. Und manchmal tut es weh. Aber am Ende einer jeden Reise fühle ich mich gut. Ich habe neue Erfahrungen gemacht, frische Haltungen entwickelt, Mut geschöpft.

Komm mit auf eine innere Reise

All das trifft in besonderen Maßte auf eine Reise zu, die ich in diesen Tagen unternommen habe. Georg Lolos hat mich dazu eingeladen, er hat mich mitgenommen  in ein Land, das ich zwar glaubte zu kennen aber nie so gesehen habe. Das Land (oder Haus) heißt Ego und besteht, so der Autor, aus unterschiedlichen Räumen. Auf dieser Reise bin ich durch 10 Ego-Räume gewandert, einige davon kamen mir sehr bekannt vor, manche haben mich zum Weinen gebracht. Mein Guide auf dieser inneren Reise:  Das Buch „Du bist nicht, was du denkst“ von Georg Lolos. Georg hat 3 Jahre lang in einem französischen Kloster gelebt, dem Plum Village und war dort Schüler von Thich Nhat Hanh. Er ist Achtsamkeitscoach in Köln und leitet dort mit Beata Korioth die „School of Beeing.“

Willkommen im Ego-Haus

Sein Modell des Ego-Hauses ist überraschend einfach und maximal überzeugend. Es besteht aus 10 Räumen: Kontroll-Raum, Widerstandsraum, Raum der Gier, Raum der Verleugnung, Hybisraum, Schuld-Raum, Raum der Verwirrung, Raum der Bedürftigkeit, Raum der Ohnmacht und der Minderwert-Raum. Jeder der angesprochenen Räume hat eine ganz besondere Atmosphäre, spricht eine eigene Sprache, löst einen emotionalen Zustand aus, hat, wenn man so will, eine hypnotische Wirkung, die dich hineinzieht und es schwer macht, wieder hinaus zu kommen.

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Sorgen und Ängste loslassen

Hört sich crazy an? Macht aber total Sinn. Zum Beispiel der Kontrollraum. Den kennen wir Mitteleuropäer wahrscheinlich alle: die Sorgen tropfen dort wie Blei von den Wänden und in den Ritzen lauert die Angst und wartet nur darauf, über dich herzufallen. Du hast Angst, dass etwas schief gehen könnte, dass du es nicht gut genug geplant hast, dass etwas nicht funktionniert, dass du etwas vergessen hast. Du hast Angst schuld zu sein, nicht gut genug zu sein, hast Angst vor Unfällen, Verlusten, Bränden und Weltuntergängen. Damit das alles nicht passiert musst du es noch besser machen, noch perfekter, noch schneller, noch erfolgreicher sein.

Und während du grübelst und dich verrückt machst in diesem Raum, bekommst du vom eigentlichen Leben gar nichts mit. Denn das spielt sich im Hier und Jetzt ab. Du aber bist, wenn du im Kontrollraum bist, in der Zukunft mit all ihren Unwägbarkeiten.

Gedanken kommen und gehen einfach. Die Frage ist, ob du ihnen folgst und sie glaubst – oder nicht.

Du bist nicht, was du denkst

Folgst du den sorgenvollen Gedanken und glaubst sie, so bist du ruckzuck im Kontroll-Raum. Fühlst du dich nicht gesehen oder benachteiligt steckst du wahrscheinlich im Raum der Bedürftigkeit fest. Hast du ständig ein schlechtes Gewissen und kannst nicht nein sagen verbringst du sicher viel Zeit im Schuld-Raum. Hast du eine übergroße Kritikerstimme in dir und machst dich ständig selbst runter bist du wohl Dauergast im Minderwert-Raum. Die gute Nachricht lautet: es gibt  einen Weg aus diesem Ego-Haus (Achtung, Spoileralarm!) und der heißt Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist der Ausweg

Manchmal habe ich das spontan erlebt, meist in einer liebevollen Umarmung oder einer intensiven Begegnung mit der Natur. Eben noch drehen sorgenvolle Grübeleien Endlosschleifen in deinem Kopf  und dann? Sitzt du auf einem Felsen, schaust auf das türkisfarbene Meer und den tiefblauen Himmel, die Wellen kommen und gehen wie dein Atem, die Gedanken ziehen friedlich vorbei wie Federwölkchen und plötzlich ist es ganz still in dir. Dann hast du das Ego-Haus verlassen, bist präsent und glücklich. In diesem Moment gibt es keine Probleme, keine Sorgen. Aber das gelingt nur manchmal. Diesen fried-und sorgenfreien Zustand kannst du jetzt auch erreichen ohne am Meer zu sitzen.

Das Buch „Du bist nicht, was du denkst“ von Georg Lolos zeigt dir alltagserprobte Exit-Strategien aus deinem Ego-Haus und kann dir den Weg in die Weite und Stille ebnen.

 

 

 

 

Koffer folieren, wer macht denn so was?

Man muss auch mal über seine Irrtümer, Fettnäpfchen und Dummheiten reden können. Also los jetzt, ich geb mir einen Schubs. Als ich vor 2 Jahren mein Comeback mit dem Backpack hatte war ich in vielen Dingen noch unsicher. Immerhin war diese Art des Reisens nach einer 35jährigen Rucksackpause für mich sehr ungewohnt.  Ich hatte das gute Stück so voll gepackt, dass ich es nicht als Handgepäck mitnehmen konnte, sondern aufgeben musste. Ich fragte mich, ob er unterwegs nicht kaputt gehen könne.

Wird der Rucksack beschädigt wenn ich ihn aufgebe?

So ein moderner Rucksack hat nämlich eine Menge Schnallen, Steckschließen und Blitzverschlüsse. Überall kann man etwas verstellen, weiter oder enger machen, dranhängen, festzurren. Man kann damit auch irgendwo hängenbleiben und etwas abreißen. Damit das unterwegs nicht passiert, so ein Ratgeber im Internet, solle man das gute Stück in Folie einschweißen lassen. Weiterlesen

Slowtravel: achtsam reisen

Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden (Siddhartha Gautama)

Es ist einfach so passiert. Ohne Vorsatz. Ich hätte ja schon vor der Reise sagen können: ok, diesmal mache ich alles anders. Ich reise ganz langsam. Ich mache Slowtravel. Hab ich aber nicht.

Fahren oder bleiben?

Eigentlich wollte ich nach einer Ayurveda-Kur in Asien ‚rumreisen‘. Südindien anschauen, von Ort zu Ort fahren, mit Zügen und Bussen. Es gibt so viel zu sehen! Aber ich hatte keine Lust. Ich war, gelinde gesagt, ausgesprochen träge. Es mag an der Kur gelegen haben. Überraschend bekommt das Nichtstun einen positiven Anklang. Körper und Geist gewöhnen sich an den Ruhemodus, Input unerwünscht. Ich hatte keine Lust zu lesen, kein Bedürfnis nach Abwechslung und tatsächlich war jeder Sinnesreiz außerhalb der Ayurveda-Anlage schon einer zu viel. Jedes Hupen, jedes Reklameschild, jede Information schien mich zu überfordern. Weiterlesen