Archiv der Kategorie: Allgemein

Danke für die Blumen

Comeback mit Backpack ist seit 2 Monaten im Handel und ich möchte heute Danke sagen. Ein Buch zu schreiben ist eine Sache. Zu sehen, dass es angenommen wird eine andere. Es stimmt: das Schreiben bereitet mir große Freude. Aber ich schreibe nicht für mich sondern für Euch, meine Leser. Ich möchte Euch Erlebtes nahe bringen, möchte zum Nachdenken anregen, möchte Euch zum Lachen bringen und Mut machen.

Autoren sind einsame Wesen

Wie viele Stunden, Tage, Wochen und Monate habe ich da gesessen, nach Erinnerungen und Bildern im Kopf gegraben, in alten Reisetagebüchern gewühlt, nach den Worten gerungen, die das, was ich sagen möchte treffend ausdrücken. Als Autor ist man ein einsames Wesen. Denn solange das Wort nicht veröffentlicht ist wissen wir nicht, ob es gelingt, andere Menschen damit zu berühren. Weiterlesen

Neulich bei WestArt Live

Mein Buch war gerade mal knapp 2 Monate im Handel als ich letzte Woche eine Einladung zur Live Talkshow Westart bekam. Ganz schön aufregend! Meine erste Talkshow und dann auch noch live!

Klar, dass ich da eine schlaflose Nacht hatte. Montag abend war es dann soweit. In allerbester Gesellschaft mit Musiker Faber und Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer nahm ich auf der Kulturcouch Platz. Moderator Thomas Herrmann hatte schon mit uns angestoßen und dann kam der Countdown….noch 10 noch 9….noch 1. Einmal ganz tief durchgeatmet  und dann gings los. Hat Spaß gemacht! Dank an das tolle Team von Westart Live!

 

Das ist die verkürzte Fassung. Die ganze Sendung gibt es in der WDR Mediathek

 

 

 

 

 

Premiere bei den Backpack Stories in Köln

Gestern gab es eine Premiere in der Wohngemeinschaft Köln. 

Multi-Media-Lesung

Zum ersten Mal habe ich meine Multi-Media-Lesung zu Comeback mit Backpack: Eine Zeitreise durch Südamerika“ präsentiert und zwar im Rahmen der Event-Reihe  Backpack Stories . Ich hatte keine Ahnung ob das Konzept funktionnieren wird und ernste Bedenken ob überhaupt Jemand kommen würde. Nach Wochen der Kälte, ausgerechnet an dem Abend ein echtes Biergartenwetter!

Weiterlesen

Druckfrisch eingetroffen

Jetzt ist es endlich soweit! Heute morgen sind die ersten Exemplare von Comeback mit Backpack noch druckfrisch vom Paketboten gebracht worden. Wißt ihr was das für ein Gefühl ist? Ich war richtig zittrig vor Aufregung und habe das Paket erst mal ein paar Stunden liegen lassen. Als ich dann das erste Buch in der Hand hatte erfüllte mich tiefe, echte Freude. Ich meine nicht so eine Freude die vom Kopf kommt nach dem Motto: „ach wie schön, das Buch ist fertig“, nein! Ich meine so eine Freude die direkt aus dem Herzen kommt und gar keine Worte findet. So ein Gefühl, das dich einfach warm und hell durchflutet.

Weiterlesen

Francisco Toledo, Kämpfer und Künstler

Ich hatte heute das unglaubliche Glück Francisco Toledo persönlich kennen zu lernen. Er ist nicht nur ein berühmter Maler, dessen Werke in den großen Kunstmuseen z.b. in  New York und Paris ausgestellt werden, sondern er hat sich mit zahlreichen Aktionen gegen den Konsumismus und für die Kultur eingebracht.

Weiterlesen

Der innere Schweinehund auf Reisen

Wie mein innerer Schweinehund versucht meine Reisepläne zu torpedieren

Graue Wintertage und eine Erkältung, die einfach nicht vergehen will wecken in mir Anfang Januar neue Reiselust. Ich habe mir einen Zettel gemacht. Darauf steht:

Idee 1: Mexico

Idee 2: Garden Route, Südafrika

Idee 3: Asien, Ayurveda

Ziemlich aus dem Bauch heraus entscheide ich mich für Mexico. Ich war einmal beruflich in Mexico DF, der gigantischen Hauptstadt, und hatte keine Zeit mich im Land umzusehen. Damals versprach ich mir, wieder zu kommen. Mexico war also der neue Plan. Yucatan, Chiapas, Oaxaca und all die zapotekischen, aztekischen und Mayanamen  wie Popocatepl, Uxmal, Tulum, Chocohuital, all das klingt  sehr verheißungsvoll.

Aber dann, die Heizung richtig aufgedreht, Kerzen an, und mit einer warmen Decke auf dem Sofa finde ich es plötzlich ganz gemütlich zu Hause und Zweifel beschleichen mich: war das mit Mexico eine gute Idee? Ist das nicht zu gefährlich? Hört man doch immer wieder: Entführungen, Drogenmafia, Schießereien, Zika.

Es ist nicht das erste Mal, dass mich kurz vor einer Reise Bedenken überfallen wie ein Horde wilder Piraten. Ich kenne das schon. Meine Ängste wollen mich zu Hause halten. Ein echt mieser Trick ist das: sie wollen mich überreden, träge in meiner Komforzone zu verweilen.  Da draußen wartet Unvorhergesehenes, Überraschungen, fremde Menschen, kaputte Bremsen, unbequeme Betten, Schlaglöcher, Durchfälle und Strassen, auf die ich noch nie einen Fuß gesetzt habe. Da wartet das Leben, und das kann bisweilen auch gefährlich sein. Keine Frage. Der Irrtum liegt aber darin zu glauben, zu Hause seien wir stets sicher. Dabei ist die Gefahr vom Hocker zu fallen während ich Fenster putze oder als Fahrradfahrer vom Auto angefahren zu werden ungleich höher als im Kugelhagel einer Mafiabande in Mexico zu sterben. Weiß der Verstand. Aber dem innere Schweinehund, der partout im Warmen und vermeintlich Sicheren bleiben will, ist das egal. Und so nervt er weiter mit Sorgen und Wenns und Abers.

fullsizerender

Netter Versuch, lieber Schweinehund, aber ich kenne dich inzwischen ganz gut. Du wirst schön hier bleiben und das Haus hüten. Inzwischen packe ich meinen Rucksack und lasse mich nicht beirren.

Als ich dann endlich am Bahnsteig stehe und auf den Zug zum Flughafen wartet fühle ich mich wie befreit und zum ersten Mal kommt so etwas wie freudige Erwartung auf. Möge die Reise beginnen.

12 Stunden später lande ich in Cancún, lasse den Rucksack im Hostel und streife durch die Strassen des Viertels. Der Gästevater hat mir versichert, dass es sich um ein ruhiges Viertel handelt und nichts dagegen spreche auch nach Anbruch der Dunkelheit, ja, und auch alleine als Frau spazieren zu gehen. Es ist 18 Uhr, dunkel und ich atme die laue Luft. Angst? Keine Spur mehr. Es ist herrlich, ich fühle mich frei und lerne allein auf diesem kurzen Spaziergang drei nette, hilfsbereite Mexikaner und Mexikanerinnen kennen als ich in den verwinkelten Gassen die Orientierung verliere.

fullsizerender-2

Wenige Tage später, am Strand von Tulum mache ich ein Selfie und schicke es dem in Deutschland gebliebenen inneren Schweinehund mit den Worten:

„netter Versuch“ (-;

img_4333