Archiv der Kategorie: fiftiplus

Koffer folieren, wer macht denn so was?

Man muss auch mal über seine Irrtümer, Fettnäpfchen und Dummheiten reden können. Also los jetzt, ich geb mir einen Schubs. Als ich vor 2 Jahren mein Comeback mit dem Backpack hatte war ich in vielen Dingen noch unsicher. Immerhin war diese Art des Reisens nach einer 35jährigen Rucksackpause für mich sehr ungewohnt.  Ich hatte das gute Stück so voll gepackt, dass ich es nicht als Handgepäck mitnehmen konnte, sondern aufgeben musste. Ich fragte mich, ob er unterwegs nicht kaputt gehen könne.

Wird der Rucksack beschädigt wenn ich ihn aufgebe?

So ein moderner Rucksack hat nämlich eine Menge Schnallen, Steckschließen und Blitzverschlüsse. Überall kann man etwas verstellen, weiter oder enger machen, dranhängen, festzurren. Man kann damit auch irgendwo hängenbleiben und etwas abreißen. Damit das unterwegs nicht passiert, so ein Ratgeber im Internet, solle man das gute Stück in Folie einschweißen lassen. Weiterlesen

Slowtravel: achtsam reisen

Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden (Siddhartha Gautama)

Es ist einfach so passiert. Ohne Vorsatz. Ich hätte ja schon vor der Reise sagen können: ok, diesmal mache ich alles anders. Ich reise ganz langsam. Ich mache Slowtravel. Hab ich aber nicht.

Fahren oder bleiben?

Eigentlich wollte ich nach einer Ayurveda-Kur in Asien ‚rumreisen‘. Südindien anschauen, von Ort zu Ort fahren, mit Zügen und Bussen. Es gibt so viel zu sehen! Aber ich hatte keine Lust. Ich war, gelinde gesagt, ausgesprochen träge. Es mag an der Kur gelegen haben. Überraschend bekommt das Nichtstun einen positiven Anklang. Körper und Geist gewöhnen sich an den Ruhemodus, Input unerwünscht. Ich hatte keine Lust zu lesen, kein Bedürfnis nach Abwechslung und tatsächlich war jeder Sinnesreiz außerhalb der Ayurveda-Anlage schon einer zu viel. Jedes Hupen, jedes Reklameschild, jede Information schien mich zu überfordern. Weiterlesen

Mütter, gönnt Euch was!

Mütter sind bemerkenswerte Geschöpfe. Sie haben einen echten Knochenjob, sind rund um die Uhr im Einsatz und müssen oft auch noch die Brötchen für sich und ihre Kinder verdienen. Morgens klingelt ihr Wecker als erster, sie machen Frühstück, packen Schultaschen, kontrollieren ob die Zähne geputzt sind, checken die Termine für heute (verdammt, Elternsprechtag!) suchen Mützen und Handschuhe, beschwichtigen Streithähne, tuschen sich die Wimpern während sie das Schulbrot schmieren, machen lustige Gesichter aus Tomaten und Radieschen damit die lieben Kleinen ihren gesunden Snack auch essen und nicht in der Schultonne versenken. Weiterlesen