Radioreportage Ayurveda

Aus meiner Ayurveda-Kur berichte ich in einer Radioreportage für den Deutschlandfunk Kultur. In der Reihe „Echtzeit“ widmen wir uns den 5 Elementen. Die Theorie: alles Leben beinhaltet 5 Elemente: Erde, Wasser, Luft, Äther/Raum und Feuer. Wenn diese Elemente nicht mehr im Gleichgewicht sind entstehen Krankheiten.

Den Part aus der Ayurveda-Kur könnt ihr hier  nachhören:

 

Eure Spende für die Uno-Flüchtlingshilfe

Liebe Freunde, Leser und Blogger,

ich wünsche Euch allen ein Frohes Neues Jahr, möge es die Welt ein bisschen besser machen und uns vor Hass, Intoleranz und Nationalismus bewahren.

An dieser Stelle möchte ich allen danken, die durch den Kauf meines Buches dazu beigetragen haben, syrische und libysche Flüchtlinge in Not mit warmen Decken, Thermomatten und Öfen zu unterstützen. 10% meines Erlöses aus dem Buch gehen an die Uno-Flüchtlingshilfe. Somit ist das nicht meine sondern unsere Spende. Dafür danke ich Euch! Die Aktion ist natürlich nicht auf Weihnachten beschränkt sondern läuft  weiter….bis das letzte Buch verkauft ist.

Wer unabhängig vom Buch spenden will kann das natürlich auch gern tun. Hier findest du den Link zur Kontoverbindung der UNO-Flüchtlingshilfe

Herzliche Grüße und alles Gute, spannende Begegnungen und wunderbare Reisen für das Neue Jahr wünscht Euch

 

Gitti Müller

Wie froh ist denn Weihnachten?

Mein ganz persönlicher Weihnachtsmann hat eine multiple Persönlichkeit. Das erkenne ich schon allein daran, dass er mich in den Wochen vor dem Fest aus jedem Schaufenster angrinst und mir leibhaftig in mehrfacher, wohlgemerkt zeitgleicher, Ausführung auf Weihnachtsmärkten und vor einschlägigen Drogerieläden begegnet. Meistens ein wenig schlecht gelaunt. Weil der Weihnachtsmann – wie wir Alle – nach 3 Wochen Dezembergrau ganz offensichtlich unter Licht-und Vitamin D-Mangel leidet und es leid ist, seine schlechte Stimmung unter weißen Rauschebart und roter Zipfelmütze zu verbergen. Er ist eben auch nur ein Mensch.

Der Weihnachtsmann hat den Winterblues

Schlechte Laune könnte er auch deshalb haben weil die halbe Welt mit Tüten behangen an ihm vorbeihetzt und ihn keines Blickes würdigt, ihm, der dort stundenlang in der Kälte ausharrt und die dudelige Weihnachtsmusik vom Laden gegenüber sowie die schrägen Töne der 3 artigen, aber musikalisch höchst unbegabten Kinder mit stoischer Ruhe erträgt. Weiterlesen

Ich bin reich und du bist arm. Vom Umgang mit Armut

Meine erste Begegnung mit Armut auf Reisen hatte ich in Brasilien. Ich war damals 24 Jahre alt, hatte meinen Rucksack gepackt und war mit meinem Freund Christian nach Südamerika aufgebrochen. Mit einem kleinen Umweg über das französische Department Guayana waren wir direkt aus dem satten Deutschland hineingepurzelt in ein Land, dessen natürlicher Reichtum seit Jahrhunderten aufs Schlimmste ausgebeutet wurde: der Nordosten Brasiliens.

Als wir mit dem Bus vom Flughafen Recife Richtung Innenstadt fuhren wurde ich vor Entsetzen ganz still. Eben hatte ich noch den Kopf voll mit fröhlichen Klischeebildern, mandeläugigen Schönheiten, Sambatänzern, Strand und exotischen Früchten und jetzt? Die schlammige Straße führte mitten durch die Favelas der Vorstadt. Weiterlesen

Koffer folieren, wer macht denn so was?

Man muss auch mal über seine Irrtümer, Fettnäpfchen und Dummheiten reden können. Also los jetzt, ich geb mir einen Schubs. Als ich vor 2 Jahren mein Comeback mit dem Backpack hatte war ich in vielen Dingen noch unsicher. Immerhin war diese Art des Reisens nach einer 35jährigen Rucksackpause für mich sehr ungewohnt.  Ich hatte das gute Stück so voll gepackt, dass ich es nicht als Handgepäck mitnehmen konnte, sondern aufgeben musste. Ich fragte mich, ob er unterwegs nicht kaputt gehen könne.

Wird der Rucksack beschädigt wenn ich ihn aufgebe?

So ein moderner Rucksack hat nämlich eine Menge Schnallen, Steckschließen und Blitzverschlüsse. Überall kann man etwas verstellen, weiter oder enger machen, dranhängen, festzurren. Man kann damit auch irgendwo hängenbleiben und etwas abreißen. Damit das unterwegs nicht passiert, so ein Ratgeber im Internet, solle man das gute Stück in Folie einschweißen lassen. Weiterlesen

Slowtravel: achtsam reisen

Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden (Siddhartha Gautama)

Es ist einfach so passiert. Ohne Vorsatz. Ich hätte ja schon vor der Reise sagen können: ok, diesmal mache ich alles anders. Ich reise ganz langsam. Ich mache Slowtravel. Hab ich aber nicht.

Fahren oder bleiben?

Eigentlich wollte ich nach einer Ayurveda-Kur in Asien ‚rumreisen‘. Südindien anschauen, von Ort zu Ort fahren, mit Zügen und Bussen. Es gibt so viel zu sehen! Aber ich hatte keine Lust. Ich war, gelinde gesagt, ausgesprochen träge. Es mag an der Kur gelegen haben. Überraschend bekommt das Nichtstun einen positiven Anklang. Körper und Geist gewöhnen sich an den Ruhemodus, Input unerwünscht. Ich hatte keine Lust zu lesen, kein Bedürfnis nach Abwechslung und tatsächlich war jeder Sinnesreiz außerhalb der Ayurveda-Anlage schon einer zu viel. Jedes Hupen, jedes Reklameschild, jede Information schien mich zu überfordern. Weiterlesen

Mütter, gönnt Euch was!

Mütter sind bemerkenswerte Geschöpfe. Sie haben einen echten Knochenjob, sind rund um die Uhr im Einsatz und müssen oft auch noch die Brötchen für sich und ihre Kinder verdienen. Morgens klingelt ihr Wecker als erster, sie machen Frühstück, packen Schultaschen, kontrollieren ob die Zähne geputzt sind, checken die Termine für heute (verdammt, Elternsprechtag!) suchen Mützen und Handschuhe, beschwichtigen Streithähne, tuschen sich die Wimpern während sie das Schulbrot schmieren, machen lustige Gesichter aus Tomaten und Radieschen damit die lieben Kleinen ihren gesunden Snack auch essen und nicht in der Schultonne versenken. Weiterlesen